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N A T U R H E I L V E R E I N   1 8 9 2   P F O R Z H E I M   E. V.

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Johanniskraut –
die Heilpflanze des Jahres

Die Jury des Vereins zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus wählt seit 2003 jährlich eine Heilpflanze aus. Die Wahl für dieses Jahr fiel auf das Johanniskraut (Hypericum perfoliatum). Das Johanniskraut ist eine hochinteressante Pflanze nicht nur, weil es seit Jahrtausenden dem Menschen treu zur Seite steht, sondern vielmehr dadurch, dass es eine stark entgiftende Wirkung hat. Das Kraut beinhaltet Stoffe, welche in unserer Leber das Enzym CYP 3A3 aktiviert, was wiederum verstärkt den Abbau anderer Arzneistoffe fördert wie beispielsweise Antidepressiva, Immunsupressiva, Wirkstoffe gegen HIV, Digoxin, Blutgerinnungshemmer, Theophyllin und Hormonelle Kontrazeptiva (Pille!). Somit sollte das Johanniskraut nicht mit anderen Antidepressiva gegeben werden. Selber ist es in der Lage für eine Stimmungsaufhellung im Patienten zu sorgen, so dass durchaus damit depressive Verstimmungen gut und gerne behandelt werden können. Diese treten bekanntlich im Herbst und Frühjahr verstärkt auf. Man nimmt täglich 3 x 10 ml Johanniskraut Frischpflanzenpresssaft oder Präparate mit 900 mg Johanniskrautextrakt ein. Wichtig zu wissen: die oft gefürchtete Phototoxizität ist bei bestimmungsgemäßen Gebrauch beim Menschen nicht zu befürchten. Das Johanniskraut wird über Monate regelmäßig angewendet und zeigt innerhalb weniger Tage schon eine Verbesserung der Grundstimmung des Patienten. Als homöopathische Zubereitung ist Hypericum C 200 eine wunderbare Arznei um eine akute Nervenreizung infolge einer Quetschung z.B. Finger in Autotür zum Abheilen zu bringen. Aber auch nach operativen Eingriffen, bei denen Nervenfasern gereizt oder gar beschädigt werden hilft das Johannis-kraut in potenzierter Form ebenso rasch. Von Hypericum C 200 nimmt man zwei Globuli auf die Zunge und zwei in ein Glas Wasser. Daraus wird alle Stunde ein Schluck genommen. Tritt eine Besserung auf, so werden die Einnahmeabstände vergrößert.

Herzliche Grüße
Peter Emmrich